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Partyfotos – bessere Bilder mit den richtigen Kameraeinstellungen

Jeder hat schon einmal Fotos auf einer Party oder Hochzeit geschossen aber meist schaut man sich diese dann doch nicht mehr an. Entweder sind die Personen schlecht in Szene gesetzt, die Bildqualität stimmt nicht und verschwinden am Ende irgendwo auf der Festplatte. Das muss nicht sein. In diesem Artikel erfährst Du, wie Du technisch gute Partyfotos umsetzt und das feiernde Volk in Szene setzt.

Partyfotos – Einstellungen und Ausrüstung

Fotografie auf Hochzeiten und Partys gehört technisch gesehen zur anspruchsvolleren Fotografie. Dunkelheit, wechselnde Lichtverhältnisse und nicht stillstehende Leute vor der Kamera machen dem Fotografen es nicht leichter, das perfekte Partyfoto zu schießen.

Auf Festen und Feiern mit dem Smartphone fotografieren
Das Handy ist ohnehin immer dabei, warum also nicht auch damit fotografieren? Such im Appstore nach einer passenden App, die Dir manuelle Kameraeinstellmöglichkeiten bietet. Im Wesentlichen unterscheidet sich die Art der Fotografie mit dem Handy nicht wesentlich von der mit einer professionellen Kamera. Da ein Smartphone nicht aufdrängt, bietet es sogar viel mehr Nähe zu den abzulichtenden Personen. Dafür musst Du dann aber Abstriche bei der Bildqualität machen.

Partyfotografie mit der Digitalkamera
Um alle Situationen zu meistern ist eine professionelle DSLR zwar vorteilhaft aber nicht unbedingt notwendig. Deine Kamera sollte jedoch manuelle Einstellmöglichkeiten zulassen. Im Idealfall verfügt Sie über einen Blitzschuh für einen externen Blitz – dazu später mehr. Andernfalls bleibt Dir nur die Programmautomatik Deiner Kamera, z.B. Portrait bei Nacht.

Einstellungen für Partyfotos
Weißabgleich einstellen
Der Weißabgleich steht bei mir immer auf Automatik, da Mischlicht mit unterschiedlichen Farbtemperaturen schwer zu handhaben ist. Achte darauf, dass Hauttöne richtig dargestellt werden. Auf der sicheren Seite bist du mit ein paar Testaufnahmen, da die Einstellungen von Kamera zu Kamera unterschiedlich sein können.

Die ISO, also die Lichtempfindlichkeit des Kamerasensors, solltest Du der Umgebungshelligkeit anpassen. In der Dämmerung reichen Dir womöglich noch ISO 400, später am Abend solltest Du dann aber doch auf 800 oder mehr gehen. Für die optimalen Werte muss man ein wenig ausprobieren. Verfügt die Kamera über einen großen Bildsensor, dann wird man mit viel höheren ISO-Werten sehr gut zurecht kommen. Ein genaues Rezept ist aufgrund verschiedener Situationen und Kameratypen nicht ohne weiteres möglich.

Die Lichtstimmung erhältst Du über eine längere Belichtungszeit und einer großen Blendenöffnung (Blende wird oft mit „f“ abgekürzt, wobei eine kleine Zahl eine große Öffnung bedeutet). Belichtungszeit und Blendenöffnung werden unabhängig voneinander im Modus M eingestellt. Dadurch fängt die Kamera viel Umgebungslicht ein und man erhält bunte Bildhintergründe. Aktiviere unbedingt den Bildstabilisator, wenn Deine Kamera dies unterstützt.
Probiere für den Anfang eine Belichtungszeit von 1/30 Sekunde und die größtmögliche Blende (kleinster f-Wert).

Blitz auf Partys gezielt einsetzen
Eben hast du erfahren, wie Du die Lichtstimmung einfängst. Leider führen längere Belichtungszeiten zu verwackelten Bildern. Auch halten die Leute vor der Kamera nicht immer still, wodurch Bewegungsunschärfe entsteht. Hier hilft nur noch der Einsatz von Blitzlicht. In diesem Fall wird der Blitz nur zum aufhellen des Vordergrundes genutzt.

Blitzlicht für scharfe und kontrastreichere Fotos
Jetzt kommt der Blitz ins Spiel. Regle die Blitzleistung so weit es geht herunter. Wenn nötig klebst Du Butterbrotpapier in mehreren Schichten auf den Blitz. Das Blitzlicht killt dir andernfalls das mühsam eingefangene Umgebungslicht. Nur der Vordergrund soll vom Blitzlicht erfasst werden, welches alles einfriert/scharf abbildet.
Du wirst schnell feststellen, dass auch die Farben deutlich besser zur Geltung kommen als ohne Blitzlicht.

Vorteil externer Blitz
Externe Blitze lassen sich meist in verschiedene Richtungen neigen. Partyfotografen neigen den Blitz häufig zur Decke oder anders vom Hauptmotiv weg und arbeiten dabei nur mit dem reflektierendem Streulicht, was viel weniger hart ist. Wieder andere setzen auf den Blitz einen Bouncer oder eine Softbox, um das Blitzlicht zu streuen.

Tipp: Blitzlich kann zu überbelichtung führen. Kannst du die Blitzleistung nicht weiter reduzieren dann kannst du die ISO-Werte anpassen oder eine kleinere Blende verwenden.

Weitwinkel erzeugen Nähe
Zoom ist nicht so gut für Partyfotos, man erzeugt viel mehr Nähe mit Weitwinkeln. Nah rangehen wird belohnt.

Gadgets für lustige Partyfotos

Neben der Kameratechnik entscheiden Mimik und Gestik über ein gutes oder schlechtes Foto. Wenn Ihr wie bei einer Hochzeit planen könnt, dann überlegt euch, wie Ihr von jedem Gast ein tolles Bild erhalten könnt.
Plant doch ein kleines Shooting mit passenden Accessoires. Mit den richtigen Ideen werdet ihr mit tollen Fotos belohnt und die Gäste sind glücklich. Dazu braucht es gar nicht viel. Lies dazu Folgenden Artikel:
Partyfotos – Spaß mit witzigen Fotoshootings

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